Es wäre möglich, die Geschichte vor ca. einem Jahr im Tiergarten beginnen zu lassen:
Da saßen wir bei einem Picknick und redeten über alles, was uns so beschäftigt. Unter anderem, dass eine Freundin mit ihrer Partnerin plant, Kinder zu bekommen. Die möglichen Väter haben sie über eine Anzeige in der Siegessäule kennengelernt.
Für uns hörte sich das nach einem spannenden Projekt an, das wir gern filmisch begleiten wollten.
Nachdem die zukünftigen Väter auch zugestimmt haben, konnte es losgehen.
Wir besuchten an der Humboldt Uni das Filmseminar bei Christina von Braun, schrieben unsere Drehpläne, besuchten bei Marietta und Julia die Technikkurse für die Kamera und den Schnitt.
Am 10. Februar 2007 war unser erster Drehtag, im Spinnboden. Bis auf kleinere Probleme mit dem Kamerastativ hat auch alles gut geklappt. Nach 12 spannenden und interessanten Drehtagen hatten wir am 10. April 2007 nach userem letzten Dreh in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (Historische Sammlungen) dann alles im Kasten.
Nun begann das Sichten unseres Materials: 22 Kassten a 60 Minuten, am Schluss hatten wir eine 60-seitige Timcodeliste und einen guten Plan für den Rohschnitt. So gingen wir gut gewappnet am 01. Juni 2007 in den Schnittraum.
Nach dem wir auch hier die Anfangsschwierigkeiten beim Einrichten gemeistert hatten, schnippelten wir Tag für Tag. Nach vielen heißen Stunden im Schnittraum führten wir am 26. Juni 2007 unseren Protagonist_innen den Rohschnitt vor. Alle waren zufrieden! Dieser Zwischenerfolg motivierte uns für den Feinschnitt und am 23. Juli konnten wir unseren fertigen Film endlich ausspielen und auf DVD brennen.
HURRA! An dieser Stelle wollen wir uns bei allen Helfer_innen bedanken, insbesondere bei: Julia, Marietta, Yvonne, Detlef und unserem Nachbarfilmteam: Danilo, Marius und Mirjam.
Wir freuen uns schon auf die Filmpremiere: ICH DENKE FÜR SECHS am 01. September 2007 im Sonnatgs-Club. Über die unkomplizierte Zusammenarbeit sind wir sehr dankbar.
Nachdem der Film, als ein Teil unserer Magistraarbeit, die von Christina von Braun und Antje Hornscheidt betreut wird, fertig ist, werden wir uns in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten mit unserer schriftlichen Arbeit zu dem Thema: „familytrouble – queer families in Deutschland“ beschäftigen. Über diesen Prozess wollen wir hier auch berichten.