Einige unserer Fragen:
- Was ist und wie kann Familie sein?
- Warum besteht der Kinderwunsch und was bedeutet er?
- Welche Hoffnungen, Wünsche aber auch Ängste und Schwierigkeiten bestehen?
- Welche Vorstellungen, Gedanken und Ideen existieren gegenüber der Mutter- bzw. Vaterrolle?
Unser Focus:
Da gleichgeschlechtliche Elternschaft erst in den letzten Jahren stärker öffentlich diskutiert wurde, aber immer noch rechtlich, aber auch gesellschaftlich, im Prinzip nicht erwünscht ist, fehlt diesem Familienmodell die gesellschaftliche Anerkennung und auch bestehende Rollenvorbilder.
Deshalb finden wir es spannend herauszuarbeiten, wie sich die Filmprotagonist_innen selber wahrnehmen und wie sie von der Gesellschaft wahrgenommen werden. Außerdem interessiert uns, nach welchen Ideen sie ihr Familie gestalten und den Alltag bewältigen wollen. Welche Tradierungen werden warum aufgehoben, welche werden, unter Umständen ungewollt, fortgesetzt.
Somit sehen wir unseren Film, aber auch die Magistraarbeit, als einen Beitrag, der einen Ausschnitt der bestehenden Gesellschaftssituation widerspiegelt, dass heißt: Diskriminierungs- und Ausschlusserfahrungen gleichzeitig aber auch Widerstandsmöglichkeiten bis hin zu alternativen Lebens- und Familienformen.Immer mehr Menschen in gleichgeschlechtlicher Lebensform wollen Eltern werden/sein und offen als Familie(nform) leben und wahrgenommen werden.
Nur wenn der immer noch bestehende Defizitblick, der die homosexuellen Elternkonstellationen, im permanenten Vergleich zu heterosexuellen Familien, mit einer devianten Lebensform gleichsetzt, überwunden wird, können Unterschiede als familiäre Vielfalt in der untersuchten Gesellschaft wahrgenommen werden. Mit dem Film wollen wir die bestehende Vielfältigkeit von Lebens- und Familienformen aufzeigen und uns an der aktuellen Familiendiskussion beteiligen.
Gleichzeitig wollen wir hinterfragen, inwieweit die alternativen Lebens- und Familienformen dem heteronormativen Konstrukt unterliegen.
Wir möchten uns dem Thema Familie – Geschlecht – Sexualität trans/interdisziplinär annähern. Uns liegt vor allem daran, Perspektiven der Gender Studies und Queer Studies aufzunehmen und zu verbinden.