Familytrouble – Queer families in Deutschland

6. Februar 2008

Disziplin: inter- oder trans- oder gar postdisziplinär?

Gespeichert unter: Reflektion, Seminar, gender studies — Katrin @ 7:19

Für eine Magistraarbeit in den Gender Studies an der Humboldt Universität besteht der Anspruch das diese transdisziplinär geschrieben sein muss. Doch was verbirgt sich dahinter?

Der Anspruch der Transdisziplinarität und die Erfahrungen damit wird immer wieder diskutiert, so auch heute in der Ringvorlesung bei den Gender Studies an der Humboldt Universität zu Berlin. Wie so oft bleiben mehr Fragen als vorher: Heißt Transdisziplinarität die Verortung in der eigenen Disziplin (kann/will Gender Studies das überhaupt sein?) mit seinen methodischen Ansprüchen und gleichzeitiger Offenheit für andere Disziplinen, Perspektiven und Methoden. Es sollte also eine kritische Auseinandersetzung mit den Methoden, das Kennzeichen einer wissenschaftlichen Disziplin (?), stattfinden: was kann ich mit meinen Methoden erreichen, für welche Fragen brauche ich andere Methoden, zu welchen Ergebnissen komme ich mit anderen Methoden und was bedeutet das für meinen (disziplinären) Ausgangpunkt …? Idealerweise sollten die Antworten zu einem produktiven Erkenntnisprozess führen.

Doch die Disziplinerhaltung scheint mir im Rahmen der Diskussion um Transdisziplinarität weiterhin sehr wichtig zu sein. Es erfolgt oft eine disziplinäre Verortung und während und nach der Arbeit ein Rückbindung an die Disziplin.

Doch was mache ich als Gender Studierende, die sich im Prinzip keiner Disziplin in dem Sinne zugehörig fühlt, sondern für die entwickelten Fragestellungen die notwendigen Methoden und Werkzeuge zusammensucht, um Antworten zu finden. Arbeite ich schon postdisziplinär, wie es sich Andrea Maihofer vorstellt? Ich weiß es nicht, ob ich trans- oder postdisziplinär arbeite, aber ich denke, ich arbeite nicht disziplinär.

Doch was mache ich als Gender Studierende, die sich im Prinzip keiner Disziplin in dem Sinne zugehörig fühlt, sondern für die entwickelten Fragestellungen die notwendigen Methoden und Werkzeuge zusammensucht, um Antworten zu finden. Arbeite ich schon postdisziplinär, wie es sich Andrea Maihofer vorstellt? Ich weiß es nicht, ob ich trans- oder postdisziplinär arbeite, aber ich denke, ich arbeite nicht disziplinär.

Ich werde mich in meiner Magistraarbeit bei der theoretischen Reflektion zum Thema Transdisziplinarität auf jeden Fall auf den Aufsatz von Andrea Maihofer[1] beziehen, da ich dort meine Ideen zu meiner Arbeitsweise wiederfinden kann. Zusätzlich empfehle ich die Literaturhinweise im gender@wiki.

Zur Transdisziplinarität gehört auch die Auseinandersetzung mit der Wissensverschränkung von zum Beispiel (sub)kulturellem und wissenschaftlichem Wissen. In wieweit ist hier Transdisziplinarität gegeben? Wie reflektiert muss zum Beispiel unsere Filmarbeit in die wissenschaftliche Analyse in der Magistraarbeit eingebunden werden?

Zwar konnten wir während der Filmproduktion zusammenarbeiten, aber die schriftliche Qualifikationsarbeit muss als Einzelleistung erstellt werden. Wie kann hier der Anspruch der Transdisziplinarität gewährleistet werden?

Inwieweit muss/kann/sollte transdisziplinäres Arbeiten kollaborativ sein, wie es von Studierenden auf der letzten Tagung: Impuls-Innovation-Intervention der Gender Studies Visier im Oktober 2007 eingefordert wurde?

Also Fragen über Fragen, auf die es noch mehr Fragen gibt.



[1] Maihofer, Andrea: Inter-, Trans- und Postdisziplinarität. Ein Plädoyer wider die Ernüchterung. In: Heike Kahlert; Barbara Thiessen; Weller, Ines (Hg.): Quer denken – Strukturen verändern. Gender Studies zwischen den Disziplinen. Wiesbaden, 2005, ISBN 3-531-14522-3, S. 185-202.

7. Dezember 2007

Nachtrag zur Ausstellung: Neue Familienportraits

Gespeichert unter: Artikel, Ausstellung, Familie, Netzwerk, Zeitschrift, Öffentlichkeitsarbeit — Katrin @ 10:13

Die aktuelle Aussgabe (12/2007) der Siegessäule, das queere Stadtmagazin in Berlin, stellt in ihrer Titelgeschichte die von Verena Jaekel portraitierten vier lesbischwulen Familien näher vor.

Zum Abschluss gibt es zum Theme lesbischwuler Familien noch Literaturtipps und Informatione über Adoption, Insemination, Pflegschaft etc.

Ausstellung: Neue Familienportraits

Gespeichert unter: Ausstellung, Familie, Termin — Katrin @ 9:58

Wie Danilo auf dem genderblog bereits hingewiesen hat (Danke dafür!), läuft zur Zeit in Berlin von Verena Jaekel eine Fotoausstellung zu dem Thema: Was ist Familie?

Die Künstlerin setzt sich in ihrer Portraitreihe mit aktuellen Familienkonstruktionen auseinander.

Die Ausstellung kann bis zum 13.01.2008 im c/o (Postfuhramt, Oranienburgerstr./Tucholskystr. 10117 Berlin) besichtigt werden.

Wir werden auf jeden Fall vorbeischauen und und von unserem Besuch berichten.

3. November 2007

Tagung: Queer Theory – einmal queer gelesen! Ersetzt ein Wort alle schwule oder lesbische Wirklichkeit?

Gespeichert unter: Konferenz, Queer Theory, Termin, queer — Katrin @ 9:52

Ich möchte auf die o.g. Tagung hinweisen. Sie findet vom 07-09.12.2007 in der Akademie Waldschlösschen (in Rheinhausen, bei Göttigen) statt.

Nähere Informatione gibt es auf der Homepage der Akademie Waldschlösschen.

1. November 2007

Magistraarbeit – Studientagebuch von Katrin

Gespeichert unter: Arbeitsplanung, Kolloquium, Magistraarbeit, Seminar, Studientagebuch — Katrin @ 8:29

Arbeitsplan und Zeitmanagement sind die Themen der nächsten Sitzung im Kolloquium zu methodischen und theoretischen Problemen bei der Abfassung von Abschlussarbeiten (WS 07/08 bei den Gender Studies an der Humbuldt-Universität zu Berlin, organisiert von Susanne Baer, Christine Bauhardt und Antje Honrscheidt).

Dafür habe ich mir ein Studientagebuch angelegt. Das gibt Auskunft über

- meine geplante Arbeitszeit und Arbeitpensum

- meine tatsächlich realiserte Arbeitszeit und Arbeitspensum

- meine Zufriedenheit und die Gründe.

Was soll ich bisher sagen? Tja, meine Ziele waren höher gesteckt als mir möglich zu realiseren. Nun gut, das is nicht wirklich zufriedenstellend. Aber ich war auch nicht absolut frustiert, denn durch meine eigene auferlegte Kontrolle durch das Studientagebuch habe ich zumindest versucht, mich an meine Studienzeiten zu halten und gewissenhaft zu arbeiten. Das hat zwar nicht im ganzen Umfang aber zumindest teilweise auch geklappt. (da erkenne ich gerade interessante Zusammenhänge in Bezug auf Selbstdisziplinierung zu dem Buch „Überwachen und Strafen“ von Michel Foucault, das ich gerade in Auszügen für das Seminar: Körperpolitik – Politik der Körper: Zur historischen Anthropologie der Sexualität ab 1770 bei Claudia Bruns bei den Gender Studies lese ;-) ).

Meinen detaillierten Arbeitsplan für meine Magistraarbeit werde ich in den nächsten Tagen erstellen und auch hier veröffentlichen.

Magistraarbeit – aktueller Stand der Arbeit, Arbeitsweise

Gespeichert unter: Arbeitsplanung, Kolloquium, Konferenz, Magistraarbeit — Katrin @ 8:16

Bereits im letzten Semester haben wir ein Kolloquium besucht, das von Christina von Braun geleitet wurde. Dort stellten wir Ausschnitte von unserem Film: „Ich denke für Sechs“ vor. Außerdem präsentierten wir unsere Fragestellungen, methodische Vorgehensweise und Gliederung unserer Arbeit.

Nach dieser wichtigen Vorarbeit haben wir uns der Literaturrecherche und -studium gewidmet. Nun müssen die Gedanken sortiert, überprüft werden, damit sie endlich auch auf Papier gebracht werden können.

Für diesen Prozess ist ein ständiger Austausch und Reflektion erforderlich, insbesondere bei dem Anspruch eine transdisziplinäre Arbeit zu schreiben. In Kolloquien besteht die Möglichkeit,Unterstützung zu finden, Gedanken auszutauschen, Reflektionen zu beachten … Für mich ist der Besuch eines solchen Kolloquiums sehr wichtig, auch wenn es mir noch schwer fällt, mich der „öffentlichen“ Kritik zu stellen.

In diesem Semester besuchen wir das von Susanne Baer, Christine Bauhardt und Antje Honrscheidt organisierte Kolloquium zu methodischen und theoretischen Problemen bei der Abfassung von Abschlussarbeiten. In meinen nächsten Beiträgen werde ich immer wieder davon berichten.

31. Oktober 2007

Filmpremiere: Forever und immer wieder neu: 10 Jahre Gender Studies

Gespeichert unter: Film, Konferenz, Premierenabend, Vorführung, download, gender, gender studies — Katrin @ 9:00

Ja richtig, schon wieder eine Filmpremiere.

Ja auch richtig, eigentlich wollen wir unsere Magistraarbeit schreiben und unseren Forschungsprojekt hier dokumentieren.

Aber es läuft eben immer anders als eine denkt und ein 10-jähriges Jubiläum der Gender Studies an der Humboldt Universität zu Berlin gibt es ja auch nicht alle Tage. Deshalb haben wir zusammen mit Mirjam Mirwald und Danilo Vetter die letzten Wochen mal wieder hinter der Kamera und im Schnittraum verbracht. Am 25.10.2007 konnten wir auf der Tagung : Impuls-Innovation-Intervention: Gender Studies im Visier. unseren filmischen Blumenstrauß für das Geburtstagskind „Gender Studies“ präsentieren:

Wir begleiteten Nele E. von Barany und Leonie M. Mirwald bei Ihrer Entdeckungsreise der Gender Studies an der Humboldt-Universität zu Berlin. Die beiden zukünftigen Student_innen gehen in sieben Interviews mit Studierende und Lehrende der Frage nach, was „Gender Studies“ bzw. „Gender“ sein kann.

Fotoschnappschüsse zum Film sind bei sevenload bei nachfolgendem link zu finden: sevenload.

Und der Film steht nun dank Mari*us und dem Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien (ZtG) zum Download zur Verfügung:

Bezüglich der Filmqualität möchte ich die technischen Hinweise von Danilo weiterleiten:

die qualität des films sollte bei diesen formaten etwas besser sein, als bei den bisher im internet zur verfügung stehenden versionen (sevenload und google-video). zum abspielen der ogg-datei könnt ihr zum beispiel den vlc-player benutzen, der zum freien download zur verfügung steht. weitere informationen zum film findet ihr hier. der film steht unter Creative Commons Attribution-Noncommercial – Share Alike 2.0 zur verfügung. Zukünftig planen wir, den Film auch auf DVD zur Verfügung zu stellen.

Über Rückmeldungen zum Film freuen wir uns auch.

2. Oktober 2007

Der Premierenabend-und wie er war…

Gespeichert unter: Film, Premierenabend, Vorführung — familytrouble @ 11:02

Nun liegt der Premiereabend schon wieder einen Monat zurück. Leider haben wir es auf Grund nachfolgender Termine und Arbeiten nicht füher geschafft, unsere Eindrücke aufzuschreiben. Sorry!

Nach schönen und intensiven vorbereitenden Tagen haben wir am 01.09. 2007 im Sonntagsclub unseren Film uraufgeführt.

Wir waren ganz erfreut über das große Interesse, denn sehr viele sind gekommen, um unseren Film zu sehen. Wir bedanken uns für die Geduld, denn leider mussten einige die ganze Zeit stehen.

Im Anschluss konnten in einer Diskussionsrunde, die von Vera (Mitarbeiter_in im SonntagsClub) moderiert wurde, Fragen an die Protagonistinnen und an uns Filmemacherinnen gestellt werden.

Der Besucher_innenandrang und die anschließende Diskussion machte uns deutlich, dass es einen großen Bedarf zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit diesem Thema gibt. Es geht dabei um die große Frage, wie kann Familie sich in unserer Gesellschaft konstruieren und organisieren. Welche Vorbilder existieren, woran orientieren sich die individuellen Wünsche, welche Probleme werden erwartet.

Da unser Film hauptsächlich zeigt, wie sich unsere Protagonist_innen ihre zukünftige Familie vorstellen, besteht das Interesse: wie werden die Wünsche und Träume wirklich in die Realität umgesetzt? Das heißt Teil 2 bis …? Wir fänden es sehr spannend, die vier weiterhin in ihrem Familienleben filmisch zu begleiten.

Im Anschluss konnten wir zu einer Feier bei Buffet (war fast vollständig vegan :-) ) und Musik von DJ Cecilia (HH) einladen und bis in den Morgen haben wir mit vielen Freund_innen, Bekannten, Interessierten und allen Menschen, die da waren, die Premiere des Films: „Ich denk für Sechs“ gefeiert.

Wir danken allen, die uns dabei geholfen haben, den Abend gemeinsam wunderschön zu erleben!!!

Hier einige Momente:

weitere Bilder findet ihr bei sevenload

23. August 2007

Queer-feministische Tage in Berlin vom 19.09. – 21.09.2007

Gespeichert unter: Konferenz, Termin, queer — familytrouble @ 9:25

Vor der Konferenz: queerleben finden die von Studierenden der Gender Studies und verschiedenen Berliner Vertreter_Innen queer-feministischer Organisationen sowie diversen Aktivist_Innen, Künstler_Innen und Anderen organisierten Queer-feministische Tage statt.

Ein Besuch lohnt auf jeden Fall.

22. August 2007

Konferenz: queer leben (21. und 22. September 2007)

Gespeichert unter: Konferenz, Termin, queer — familytrouble @ 9:36

www.queerleben.de

Wir möchten unbedingt auf die Konferenz aufmerksam machen.

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